Feuerwehrgeschichte Maleck

Ab 1881 sind Feuerwehrspezifische Ereignisse aus Maleck bekannt. Aufgrund zweier Brände in diesem Jahr und einem weiteren 1890, bei denen Brandstiftung vermutet wurde, verdeutlichte sich das Fehlen einer effektiven Feuerwehr. Damals gab es nur eine einachsige Handdruckspritze mit recht geringer Wasserleistung, für die das Wasser mit Ochsen- oder Pferdegespannen herangebracht werden musste.

Erst 1910 wurde unter dem Kommando eines Spritzenmeisters die erste Löschgruppe gebildet. Für diese wurde eine Wagen-Handdruckspritze angeschafft, die heute noch existiert. Die Löschgruppe traf sich 3-4 mal im Jahr zu kleinen Übungen und hatte eine recht häufig wechselnde Besetzung.

Die 1945 gebildete Löschmannschaft wurde dann am 4. April 1946, während einer Kreiskommandantentagung, zur selbstständigen Freiwilligen Feuerwehr Maleck erklärt.

Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Maleck vor eine Handdruckspritze
Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Maleck vor einer heute noch vorhandenen Handdruckspritze von 1910.

Gründungsmitglieder:
Willi Gutjahr, Alfred Ketterer, Albert Kohler, Gustav Kern, Hermann Reinbold,
Richard Bührer, Michael Husiy; Willi Wolfsperger, Karl Gutjahr, Wilhelm Mösinger

Zum ersten Kommandanten ernannte man Brandmeister Albert Kohler, der seine Erfahrung, die er bei seiner bis dahin aktiven Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Emmendingen gesammelt hatte, einbringen konnte.

Zu Beginn begrenzte eine Verordnung der Besatzungsmacht die Mannschaftsstärke auf 8 Mann. Diese Verordnung wurde jedoch recht bald abgeschafft und die Mannschaftsstärke angehoben.

Ein Jahr nach der Gründung hatte die Freiwillige Feuerwehr Maleck ihren ersten Einsatz. Das Hornsignal alarmierte sie zu einem Dachstuhlbrand, der mithilfe der Wagen-Handdruckspritze gelöscht werden konnte bevor die Überlandhilfe aus Emmendingen eingetroffen war.

Die Fahrzeuge bis 1990 vor dem Gerätehaus Maleck
Die Fahrzeuge bis 1990 vor dem Gerätehaus der Feuerwehr Maleck.

1949 wurde eine Kriegseinheitstragkraftspritze angeschafft und 1958 durch eine moderne TS 8 (Tragkraftspritze) ersetzt und ein Transportanhänger gekauft. Zusätzlich wurde 1957 die flächendeckende Wasserversorgung fertiggestellt und die Effektivität der Feuerwehr somit um einiges verbessert, da die bis dahin wohl größten Probleme, die Löschwassermenge und der Transport der Gerätschaften, gelöst werden konnten.

Während des Waldfestes wurde am 06.09.1964 das Gerätehaus in Maleck eingeweiht. Nur 4 Jahre später stellte die Gemeinde der Freiwilligen Feuerwehr Maleck ein komplettes und neues Löschfahrzeug zur Verfügung.

So standen im weiteren Verlauf immer mehr Ausrüstungsgegenstände, wie Atemschutz- und Handfunkgeräte zur Verfügung. Außerdem wurde Maleck an die Alarmleitstelle in Emmendingen angeschlossen. Mit der Eingemeindung 1972 wurde auch die Feuerwehr zu einer Abteilung der Feuerwehr Emmendingen.

Seit 1979 besteht die freundschaftliche Beziehung mit den Sapeurs Pompiers aus Six Fours. Durch die regelmäßigen gegenseitigen Besuche konnte der Kontakt bis heute aufrecht erhalten und verstärkt werden.

Mannschaft der Abteilung Maleck neben dem neuen Fahrzeug
Die Abteilung Maleck neben dem neuen Fahrzeug.

1990 wurde wieder das Waldfest genutzt um ein neues Löschfahrzeug (LF8 8) einzuweihen, welches auch heute noch benutzt wird. 5 Jahre später, ein Jahr vor dem 50-jährigen Jubiläum, kam noch eine neue TS 8 hinzu.

2003 folgte der Zusammenschluss der Abteilungen Maleck und Windenreute zu Abteilung Maleck-Windenreute.

Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Maleck 1946-2003

  • Albert Kohler - 1946-1966Albert Kohler
    1946-1966
    Stellvertreter:
    Willi Mack
    Walter Schar
    Wilhelm Mösinger

  • Willi Gutjahr - 1966-1985Willi Gutjahr
    1966-1985
    Stellvertreter:
    Franz Ketterer

  • Franz ketterer - 1985-1995Franz Ketterer
    1985-1995
    Stellvertreter:
    Karl Bührer

  • Karl Bührer - 1995-2003Karl Bührer
    1995-2003
    Stellvertreter:
    Jürgen Schillinger

Historische Einsätze

1881 Es gab 2 Brände bei denen Brandstiftung vermutet wurde.
1890 Vermutlich durch Brandstiftung entsteht ein Brand.
1947 Ein Dachstuhlbrand bei F. Kern wird durch die erst im Jahr zuvor Gegründete Freiwillige Feuerwehr äußerst schnell gelöscht.
29.10.1960 Der erste große Nachkriegsbrand auf dem Anwesen Bührer kann mit der neuen TS 8 wirksam bekämpft und die Brandschäden auf ein Mindestmaß beschränkt werden.
21.06.1963 Die Straßen Malecks müssen nach einem schweren Unwetter von Erd- und Schlammmassen befreit werden.
07.12.1965 Brandstiftung löst einen großen Brand im Ökonomiegebäude des Anwesens Staude auf der Gemarkung Sexau aus. Eine Zerstörung der Gastwirtschaft und Wohnungen im selben Gebäude kann unter Anderem durch die Feuerwehr Maleck verhindert werden.
18.01.1966 Die Feuerwehr Maleck hilft bei der Bekämpfung eines Brandes auf der staatlichen Landwirtschaftsschule Hochburg.